Krankenversicherung für Ärztinnen und Ärzte – Ihre Wahlmöglichkeiten

Als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung haben Sie grundsätzlich die Wahlmöglichkeit zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Erfahrungsgemäß erhalten Sie als Arzt / Ärztin nach Ihrem ersten Assistenzarzt-Jahr die Möglichkeit in die private Krankenversicherung zu wechseln. Wir, die Ärzteberater Nordrhein und Bundesärzteberater, wollen in dem folgenden Artikel wichtige Punkte eines möglichen Wechsels in die private Krankenversicherung beleuchten.

Können Sie in die Private Krankenversicherung für Ärzte eintreten?

Nicht jeder Arzt / jede Ärztin kann eine private Krankenversicherung abschließen. Es gibt verschiedene Voraussetzungen, welche erfüllt sein müssen, um Mitglied in der privaten Krankenversicherung zu werden. Neben einem Gehalt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird zur Aufnahme auch eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Sofern das Gehalt unterhalb der JAEG liegt, ist der Arzt / die Ärztin Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Gesundheitsprüfung kann zu einer “normalen” Annahme, einer Annahme mit Beitragszuschlägen und im schlechtesten Fall zu einer Ablehnung führen. Dies hängt jeweils vom individuellen Gesundheitszustand der antragsstellenden Person ab.

Gerne helfen wir Ihnen weiter: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Stellt die private Krankenversicherung eine Chance für Ärzte dar?

Ob ein Wechsel für Sie als Ärztin oder Arzt möglich und die richtige Wahl ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In einem unverbindlichen Termin prüfen wir vorab, ob Sie aufgrund Ihrer finanziellen Situation und Ihres aktuellen Gesundheitszustands in die PKV wechseln können. Weiterhin prüfen wir, ob ein Wechsel für Sie auch sinnvoll ist.

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Beitragsentwicklung der GKV / PKV

Bleibt der Beitrag konstant, oder steigen die Beiträge?

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen fast im gleichen Maße, wie die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Mit welchen Beitragserhöhungen ist durchschnittlich zu rechnen?

Die Gesundheitskosten wachsen stetig z.B. durch die medizinische Inflation, einer höheren Lebenserwartung und des medizinischen Fortschritts. Dies führt dazu, dass die Beiträge für die gesetzliche und die private Krankenversicherung in den letzten Jahren um durchschnittlich rund 3% gestiegen sind.

Fordern Sie Ihre persönliche Hochrechnung an: Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Erhöhung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung ab 2023

Durch die Erhöhung des Zusatzbeitrags und der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich der durchschnittlich zu zahlende Gesamtbeitrag von aktuell 930€ auf ca. 977€* pro Monat. *(14,6% Krankenversicherung + 1,6% Zusatzbeitrag + 3,4% Pflegeversicherung)

Krankenversicherung Beitragsvergleich

Infografik Krankenversicherung Beitragsvergleich

Was geschieht mit den Beiträgen im Alter?

Sicher ist, dass in beiden Systemen (GKV und PKV) die Beiträge u.a. aus Gründen einer höheren Lebenserwartung und des medizinischen Fortschritts steigen werden. Im Bereich der PKV gibt es automatische Maßnahmen aus dem Vertrag, welche die Aufgabe haben, die Beiträge im Alter konstant zu halten oder gar zu reduzieren. In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es solche Maßnahmen jedoch nicht. Hier sind Zuschüsse des Bundes erforderlich um die Beitragsstabilität zu gewähren (28,5 Mrd. Euro in 2022)

Welche Maßnahmen zur Beitragsentlastung für das Alter sind in dem Beitrag zur PKV bereits enthalten?

In dem Beitrag zur privaten Krankenversicherung sind Altersrückstellungen und ein 10%iger gesetzlicher Zuschlag enthalten.

In der privaten Krankenversicherung sorgt jeder für seine im Alter steigenden Gesundheitskosten vor. Je früher der Einstieg, umso mehr Zeit verbleibt Alterungsrückstellungen aufzubauen. Diese dienen dazu die Beiträge im Alter stabil zu halten und Beitragserhöhungen abzusenken.

Zudem wird das Kapital aus dem gesetzlichem Zuschlag ab dem 65. Lebensjahr zur Beitragsstabilisierung eingesetzt. Sofern noch Kapital aus dem angesparten Guthaben des gesetzlichen Zuschlags vorhanden ist, erfolgt zusätzlich eine Beitragsreduzierung ab dem 80. Lebensjahr.

Gerne erläutern wir Ihnen die Möglichkeiten der Beitragsreduktion: Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Welche weiteren Möglichkeiten der Beitragsreduzierung gibt es um die Beiträge im Alter zu entlasten?

  • Entfall des Beitrags zur Krankentagegeldabsicherung ab Rentenbeginn
  • Wegfall des gesetzlichen Zuschlags ab 60
  • Tarifwechselmöglichkeit
  • Individuelle Beitragsentlastungskomponente, die den Beitrag im Alter zusätzlich reduziert.
  • Ggf. Beitragszuschuss des Rentenversicherungsträgers (individuelle Betrachtung notwendig)
  • Ggf. Anlagevorteile und Steuervorteile  aus einem gut geplantem Zahlungsmanagement

Gibt es eine gesetzliche Möglichkeit des Tarifwechsels und einen maximaler Höchstbetrag?

Ja. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Möglichkeit des Tarifwechsels müssten Sie im Alter maximal den Höchstbeitrag eines freiwillig versicherten Mitglieds der GKV zahlen. Die Leistungen sind dann  auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung.

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Welche Rolle spielt die Familienplanung oder die aktuelle familiäre Situation in Bezug auf die private Krankenversicherung?

Die Familienplanung oder die aktuelle familiäre Situation sind wichtige Kriterien bei der Entscheidungsfindung, ob man einen Wechsel in die private Krankenversicherung vollziehen möchte. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung die Familienmitglieder im Rahmen der “Familienversicherung”  über den Beitrag des Mitglieds grundsätzlich abgesichert sind, muss bei der privaten Krankenversicherung grundsätzlich für Kinder und nicht arbeitende Ehegatten ein zusätzlicher Beitrag gezahlt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass der privat Versicherte mit seinem Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt und das Haupteinkommen der Familie verdient.

Der durchschnittliche zusätzliche Beitrag pro Kind beträgt rund 150€ monatlich. Auch hierfür erhalten Sie grundsätzlich den Zuschuss Ihres Arbeitgeber bis zu den Höchstgrenzen.

Fordern Sie Ihre persönliche und kostenfreie Beratung an!

Wir haben zugehört und verstanden! – Auszug aus unserem aktuellen Schreiben

Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung sollte fundiert und „evidenzbasiert“ getroffen werden. Aus unseren Gesprächen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen und unserer 20-jährigen Berufserfahrung wissen wir, um die wichtigen Themen und Besonderheiten.

Auszug aus den häufig behandelten Themen und Fragestellungen aus unseren Beratungen für Ärztinnen und Ärzte:

Vergleichbarkeit der Beiträge

Die Zahlbeiträge der verschiedenen Anbieter lassen sich leider nicht unmittelbar miteinander vergleichen. Unberücksichtigt bleiben oftmals Selbstbehalte und die steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge, welche einen echten Vergleich erst ermöglichen. Dies ist ebenfalls Teil unserer kostenfreien Beratung.

Erweiterte Vorsorge

Eine gute private Krankenversicherung zahlt Ihnen Ihre Vorsorge. Neben den routinemäßigen Untersuchungen sollte Vorsorge auch über die gesetzlich eingeführten Programme hinaus ohne Einschränkungen versichert sein.

Steuervorteile und Beitragsnachlässe durch die PKV

Die private Krankenversicherung bietet Ihnen durch ein gut geplantes Zahlungsmanagement die Möglichkeit Ihre Steuererstattung zu Ihrem Gunsten zu verbessern. Dies kann einen steuerlichen Vorteil in Höhe von bis zu 3.192€ bedeuten.

Des Weiteren können zusätzliche Beitragsersparnisse in Höhe von bis zu 4% pro Jahr realisiert werden.

Vorsorge soll sich lohnen

Und das nicht nur für die Gesundheit. Private Krankenversicherer können eine Beitragsrückerstattung zahlen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass keine Rechnungen eingereicht werden. Wir helfen Ihnen dabei einen Tarif zu finden, der auch dann Beitragsrückerstattungen anbietet, wenn Sie Ihre Vorsorge-Rechnungen erstattet bekommen.

Schwangerschaft und Kinderwunsch

Im Rahmen der Schwangerschaft stehen Ihnen sehr umfangreiche Vorsorge- und Nachsorgebehandlungen zu, sodass Sie sich vollkommen auf das Kennenlernen Ihres Kindes konzentrieren können.

Vielen Paaren ist es jedoch nicht möglich auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. Wenn die Ursache der Kinderlosigkeit des Paares bei der privatversicherten Person liegt, übernimmt die PKV i.d.R. die anfallenden Kosten für die Kinderwunsch-Behandlung.

Die Krankenversicherung für Ärzte – Besondere Fragen:

Kann eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden, obwohl der Arzt/ die Ärztin im EU-Ausland wohnt, aber in Deutschland arbeitet?

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist grundsätzlich auch möglich, wenn Sie im EU-Ausland wohnen und in Deutschland arbeiten. Wichtig hierbei sind besondere Vereinbarungen im Vertrag, die nicht jeder Versicherer in Deutschland erfüllt. Diese sind im Vorfeld genau abzuklären. Um welche Absprachen es sich hierbei handelt, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

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Gibt es für Assistenzärzte in ärztlicher Weiterbildung spezielle Tarife?

Einige Gesellschaften bieten sogenannte Ausbildungstarife an. Bei den Ausbildungstarifen für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in Facharztweiterbildung handelt es sich um echte private Krankenversicherungen mit Leistungseinschränkungen (z.B. bei Brille oder im Zahnbereich), die jedoch ohne Beitragsrückstellungen kalkuliert sind. Folglich können sich Assistenzärzte und Assistenzärztinnen bis zur Facharztanerkennung zu einem vergünstigten Beitrag privat krankenversichern.

Nach erfolgreicher Facharztprüfung wird der Krankenversicherungsschutz dann auf den Tarif mit Beitragsrückstellungen umgestellt.

Ob sich der Ausbildungstarif für Sie lohnt, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen und kostenfreien Beratungsgespräch.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Entscheidung eines Wechsels des Systems immer eine sehr individuelle ist, ein klares “Ja” oder “Nein” kann in den meisten Fällen erst nach einer ausführlichen Beratung erfolgen.

Gerne helfen wir Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung.

Fordern Sie hier Ihre kostenfreie und unverbindliche Beratung an!

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